Tischtennisabteilung des VfB Bodenheim

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Kommentar des DOSB zum Klimagipfel in Bonn

Was hat die Weltklimakonferenz in Bonn mit Sport zu tun?

Vom 6. bis 17. November 2017 kommt die Welt in Bonn zusammen, um mit rund 25.000 Teilneh-menden sowie 500 Nichtregierungsorganisationen und 1000 Journalisten über den Klimaschutz zu verhandeln und zu diskutieren. Unabhängig davon wie die Verhandlungen in Bonn ausgehen werden, eins ist sicher: Alle gesellschaftlichen Akteure haben eine Verantwortung, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen – und somit auch der Sport.

„Klimawandel ist real: 97 Prozent aller Klimaforscher sind sich einig, dass der Klimawandel real und vom Menschen verursacht ist.“ So heißt es auf der Konferenzseite des Bundesumweltminis-teriums, das die Fakten zum Klimawandel dann weiter wie folgt zusammenfasst:

  • „Klimawandel ist menschengemacht: Der Klimawandel mit global gestiegenen Durch-schnittstemperaturen geht vor allem auf den erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen – etwa durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas – zurück.
  • Temperaturen steigen: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Temperatur auf der Erde durchschnittlich um mehr als 0,90 Grad Celsius angestiegen.
  • Folgen sind dramatisch: Wetterextreme und deren Folgen wie Überflutungen, Dürre, gro-ße Hitzewellen, Waldbrände nehmen zu.
  • Klimaschutz wirkt: Mit Klimaschutzgesetzen sollen wirksame Maßnahmen initiiert werden, um den Klimawandel einzudämmen und die schlimmsten Folgen zu verhindern.“

Die Zusammenhänge zwischen Sport und Klimaschutz sind vielschichtig. Zum einen ist der Sport vor allem im Natursport direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen und wird sich zukünf-tig an sich verändernde Rahmenbedingungen anpassen müssen – sei es im Tauchsport, beim Wandern oder Kanu- und Skifahren. Zum anderen kann der Sport bei Sportstätten und Mobilität einen wichtigen Beitrag zur Einsparung von CO2-Emmissionen und somit zum Klimaschutz leis-ten.*

Ein großer Teil der rund 230.000 Sportstätten in Deutschland stammt aus den 1960/70er Jahren, ist entsprechend sanierungsbedürftig und verbraucht in hohem Maße Energie und Ressourcen. Durch energetische Sanierungsmaßnahmen lassen sich CO2-Ausstöße vermeiden und Betriebs-kosten im Verein sparen. Die Millionen Sportaktiven und Fans können viel für den Klimaschutz bewegen, wenn sie umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen.

Ein zeitgemäßer Klimaschutz ist auf starke Partner angewiesen, um seine Anliegen in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Der organisierte Sport mit seinen rund 90.000 Sportvereinen und 27 Millionen Mitgliedschaften kann ein wichtiger Multiplikator sein. So bringt sich der DOSB auch in politische Prozesse des Klimaschutzes ein, beispielsweise beim Klimaschutzplan 2050 oder beim Aktionsbündnis 2020 des Bundesumweltministeriums.

Aber wir müssen Klimaschutz und Sport noch näher zusammenzubringen. So sollten klima-schutzbezogene Förderansätze des Bundes für Sportorganisationen weiter geöffnet und praxis-näher ausgestaltet werden. Sportdeutschland könnte so bei der energetischen Sanierung von Sportstätten einen wichtigen Schritt weiterkommen, denn die Sportvereine sind hier auf Unter-stützung angewiesen.

Auch der Sport wünscht den Klimaverhandlern in Bonn viel Erfolg – denn die Ergebnisse werden langfristig uns alle beeinflussen.

Bianca Quardokus

* Praktische Tipps, wie Sportorganisationen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, finden sich auf den DOSB-Internetseiten www.klimaschutz-im-sport.de und www.green-champions.de.